Die Evidenz-Dossiers beantworten konkrete Fragen zur KI-Didaktik. Oben steht die verständliche Kurzantwort; darunter folgen Studienlage, Grenzen, Schweizer Einordnung, Handlungsempfehlungen und vollständige Quellen.
So lesen Sie ein Dossier
Jedes Dossier beginnt mit einer knappen Antwort auf eine schulische Entscheidungsfrage. Danach trennt es Befunde, Grenzen und Praxisfolgen. Quellenkarten machen sichtbar, aus welcher Population und Bildungsstufe ein Resultat stammt. Version, Prüfdatum und nächster Prüftermin zeigen, wie aktuell die Synthese ist.
Der Quellenstand beschreibt die gesamte Befundlage zu einer konkreten Aussage — nicht die Qualität eines einzelnen Artikels und nicht die Wichtigkeit des Themas.
Quellenstand
- Mehrfach belegt: Empirische oder kausale Befunde werden von mehreren methodisch starken, hinreichend vergleichbaren Quellen getragen. Eine direkt überprüfbare Tatsache zu einer finalen Fassung, Rechtslage oder offiziellen Leitlinie kann auch durch eine einzelne zuständige Primärquelle belegt sein; deren Autorität ist kein Wirksamkeitsnachweis.
- Befunde uneinheitlich: Richtung oder Stärke unterscheiden sich nach Setting, Methode oder Population.
- Schmale Studienbasis: Es gibt relevante Hinweise, aber zu wenige direkte oder ausreichend belastbare Studien.
- Noch ungeklärt: Eine verlässliche Aussage ist mit der aktuellen Evidenz nicht möglich.
| Lesesignal | Was Sie daraus ableiten dürfen | Was daraus nicht folgt |
|---|---|---|
| Mehrfach belegt | Mehrere starke, vergleichbare Quellen tragen einen empirischen Befund — oder eine zuständige Primärquelle belegt eine eng gefasste Autoritätstatsache. | Dass eine offizielle Fassung oder Leitlinie die Wirksamkeit einer Intervention beweist. |
| Befunde uneinheitlich | Bedingungen und Unterschiede sind Teil der Antwort. | Dass «die Forschung sich widerspricht» und deshalb beliebig ist. |
| Schmale Studienbasis | Vorsichtige Entscheidungen und lokale Evaluation sind möglich. | Dass fehlende Gewissheit Wirkungslosigkeit beweist. |
| Noch ungeklärt | Die Frage muss als Wissenslücke sichtbar bleiben. | Dass eine plausible Annahme bereits als Forschungsbefund gilt. |
Sechs Bereiche des Portals
Die evidenzbasierte Informationsarchitektur bleibt in sechs Bereiche gegliedert:
- Themen & Evidenz bündelt überprüfbare Fragen und laufende Evidenzsynthesen.
- Quellenbibliothek führt alle Quellen mit Datum, Kurzbefund und Grenze auf.
- Praxis übersetzt gekennzeichnete Befunde und Ableitungen in Unterricht und Fortbildung.
- Schulentwicklung trennt Governance, Datenschutz, Infrastruktur und Einführung.
- Werkzeuge bietet Entscheidungshilfen mit ausgewiesener Evidenzbasis und Grenzen.
- Methodik dokumentiert Evidenzstandard, Recherche, Aktualisierungen und Zitierweise.
Von Evidenz zu Praxis
Handlungsempfehlungen tragen unterschiedliche Begründungen. Direkt evidenzgestützte Empfehlungen sind in passenden Studien untersucht. Didaktische Ableitungen verbinden Befunde mit professionellem Wissen. Vorsichtsempfehlungen reagieren auf plausible Risiken, solange direkte Evidenz fehlt. Die Kennzeichnung steht im jeweiligen Dossier; sie ist keine neue Methode oder proprietäre Taxonomie.
Transparenz
Unsere Methodik beschreibt Suche, Auswahl, Quellenbewertung, Reviewstatus, Korrekturen und Aktualisierung. Alle Dossiers weisen Prüfdatum, Version, Quellen und Grenzen aus. Eine externe Fachprüfung wird erst ausgewiesen, wenn eine unabhängige, namentlich dokumentierte Fachperson das Dossier geprüft hat.