Grundlagen und Taxonomie von KI-Agenten
Was sagt die Forschung?
Evidenzniveau: hoch. Die Einordnung folgt der Evidenzbibliothek KI-Agenten.
Die aktuelle Literatur unterscheidet zwischen einfachen Antwortsystemen, aufgabenorientierten Workflow-Agenten und kooperativen Multi-Agenten-Setups. Für Schulen ist diese Unterscheidung zentral, weil mit der Autonomie des Systems auch die Anforderungen an Aufsicht, Verifikation und Dokumentation steigen.
Verifizierte Leitlinien zeigen, dass Agentennutzung nur dann lernwirksam und verantwortbar bleibt, wenn Auftragsrahmen, Eingriffsrechte und Qualitätskriterien vorab definiert sind. Ohne diese Klärung wird aus didaktischer Unterstützung schnell intransparente Automatisierung.
Kernaussagen der Forschung
- Taxonomien reduzieren Fehlentscheidungen bei Tool-Beschaffung und Unterrichtseinsatz.
- Der notwendige Aufsichtsgrad steigt mit Handlungsspielraum und Persistenz eines Agenten.
- Schulische Einführung gelingt besser mit klaren Agentenrollen statt allgemeiner KI-Labels.
Praxis: Unterrichts- und Umsetzungsideen
Die Szenarien sind als Mini-Formate für die Sek I und für schulinterne Entwicklungsarbeit gedacht. Sie verbinden fachliche Zielklarheit, transparente Agentennutzung und evaluierbare Prozessschritte.
Unterrichtspraktische Umsetzung: Agenten-Landkarte im Fachteam (Rahmen:Sek I Fachteam , 30 Min.): Lehrpersonen ordnen bestehende KI-Tools entlang einer gemeinsamen
Agenten-Taxonomie und definieren Einsatzgrenzen.
Auftragsklarheit vor Toolwahl (Rahmen:Sek I Informatik , 25 Min.): Eine Unterrichtsaufgabe wird erst fachlich zerlegt und danach
entschieden, ob ein Assistenz- oder Workflow-Agent passt.
Rollenklarheit im Pilot (Rahmen:Schulteam , 35 Min.): Ein Pilot wird mit klarer Trennung von Agentenfunktion,
menschlicher Aufsicht und Abnahmeverantwortung geplant.